Pflege bedeutet Verantwortung: für Gesundheit, Lebensqualität und Sicherheit der Menschen, die uns anvertraut sind. Damit dies im Alltag zuverlässig gelingt, nutzt die DOMICIL-Gruppe ein strukturiertes Qualitätsmanagement mit regelmäßigen internen Audits. Sie stellen sicher, dass vereinbarte Standards in Pflege, Betreuung, Service und Verwaltung in Umsetzung unseres Leitgedankens Mitten im Leben – Verantwortung für Menschen tatsächlich gelebt werden.
Ein internes Audit ist eine unabhängige, systematische Prüfung innerhalb der Einrichtung. Dabei wird überprüft, ob Regeln, Prozesse und Qualitätsstandards verständlich sind, im Alltag angewendet werden und zu den erwarteten Prozessergebnissen führen..
Einfach gesagt:
Ein Audit ist ein regelmäßiger “Gesundheitscheck” für Qualität und Sicherheit in Pflege, Betreuung und Service.
Audits stärken unser Qualitätsmanagementsystem (QMS): Das ist das System, mit dem wir sicherstellen, dass Gesetze, Richtlinien und interne Vorgaben eingehalten werden. So werden Risiken verringert, Verstöße verhindert und eine verantwortungsvolle Kultur gefördert.
Sicherheit bedeutet hier: Menschen vor vermeidbaren Risiken schützen, zum Beispiel in den Bereichen Sturzprophylaxe, Medikation, Wundversorgung, Hygiene oder Datenschutz.
Interne Audits prüfen, ob unsere vorbeugenden Maßnahmen wirken (z. B. Schulungen, Standards, Dienstanweisungen), ob Risiken früh erkannt werden (z. B. durch Doppelkontrollen, Checklisten) und ob bereits getroffenen Korrekturmaßnahmen konsequent umgesetzt sind. Einfach gesagt:
Audits helfen, Probleme zu verhindern, Lücken zu erkennen und Schwachstellen zu beheben, bevor jemand zu Schaden kommt.
Die Bedeutung zeigt sich besonders in sensiblen Situationen und risikoreichen Prozessen, bei denen Fehler eine hohe Schadenwirkung haben. Daher werden Risiken systematisch eingeschätzt, passende Maßnahmen ausgewählt, deren Wirkung - je nach pflegerischer Intervention - gemessen und konsequent nachgehalten. Das stärkt eine fürsorgliche Praxis im Sinne der Bewohner. Praxisbeispiele dafür sind:
Bei DOMICIL finden interne Audits mindestens einmal jährlich statt. Eine wichtige Grundlage für eine Pflege, die höchsten Ansprüchen genügt. Unser Zentralbereich Qualitätsmanagement unterscheidet dabei zwei Formen interner Audits:

Mit KI generiertes Symbolbild.

Die im Fachbeitrag der Ausgabe 02.2025 im Unternehmensmagazin “Mein DOMICIL” beschriebenen Ziele zeigen, was wir mit Audits konkret erreichen wollen:
Damit interne Audits akzeptiert und ernst genommen werden, gelten klare Anforderungen:
Einfach gesagt: Dieselben fairen Regeln für alle, neutral angewandt.
Das kann beispielsweise anhand einer Behandlungspflege gemäß ärztlicher Verordnung wie folgt ablaufen:
Bei DOMICIL werden interne Audits mindestens einmal jährlich durchgeführt. Ergänzend können anlassbezogene oder risikoorientierte Prüfungen hinzukommen, zum Beispiel bei neuen Prozessen, wie im Kontext der Einführung unserer neuen Pflegesoftware MD Stationär und der KI-gestützten Pflegedokumentation Voice mit Spracherkennung. Natürlich werden interne Audits auch nach besonderen Vorkommnissen in Domicil-Seniorenpflegeheimen durchgeführt.
Interne Audits orientieren sich an klar definierten Maßstäben, zum Beispiel:
Einfach gesagt: Was vereinbart und vorgeschrieben ist, soll im Alltag wiederzufinden sein.
Die Relevanz der Audits liegt in der nachhaltigen Qualitätssicherung, nicht nur im schnellen Abarbeiten. Um tatsächlich eine kontinuierliche Sicherung und nötigenfalls Verbesserung der Pflegequalität durch interne Audits zu erzielen, müssen sowohl die Durchführung als auch die Wirksamkeit von Maßnahmen kontrolliert werden. Erst durch diesen letzten Schritt kann eine etwaig festgestellte Abweichung behoben, das Risiko für ein erneutes Auftreten reduziert und der Prozess stabilisiert werden. Interne Audits bewerten das zum Beispiel über:
Ein Audit durchläuft in der Regel diese Schritte:
Das kann beispielsweise auf Ebene eines Wohnbereichs wie folgt ablaufen: Das Audit-Teamüberprüft anhand einer Stichproben die Pflegedokumentation für die zufällig ausgewählten Bewohnerinnen und Bewohner. Dabei werden unter anderem die Aufzeichnungen in unserer Pflegesoftware MD Stationär überprüft und mit den Prüfanforderungen (QPR) des Medizinischen Dienstes abgeglichen. Konformitätsabweichungen werden bei einzelnen Fehlern als Korrekturmaßnahmen sowie bei systematischen Fehlern sogenannte Vorbeugungsmaßnahmen zur Strukturverbesserung mit den Leitungsverantwortlichen besprochen.
Nach dem Bericht werden Korrektur- und Verbesserungsmaßnahmen priorisiert, Verantwortliche benannt, Fristen gesetzt und Nachweise definiert. In geplanten Abständen wird nachgehalten, ob die Maßnahmen umgesetzt und wirksam sind. Einfach gesagt: Aus den Ergebnissen folgen konkrete Verbesserungen im Alltag.
Hier gibt es drei unterschiedliche, aber ineinandergreifende Ansätze: Präventive Maßnahmen beugen vor (z.B. eine Schulung zu häufigen Fehlerursachen), detektive erkennen früh (z.B. die Doppelkontrolle bei Medikamenten), korrektive beheben Ursachen. Interne Audits prüfen, ob das Zusammenspiel wirksam ist. Einfach gesagt: Vorbeugen, Erkennen, Verbessern. Dies ist besonders auf lange Sicht sinnvoll. Denn obwohl nicht jede Abweichung gleich gravierend ist, bieten alle auch noch so kleinen Feststellungen eine Gelegenheit zur Verbesserung. Der typische Ablauf bei der Bearbeitung von festgestellten Abweichungen lautet daher unabhängig vom Ausmaß der Feststellung: Ursache finden, Maßnahme passend wählen, Wirkung prüfen, Wissen sichern.